Karstkundlicher Wanderpfad Neuhaus
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Karstkundlicher Wanderpfad bei Neuhaus

Ein lehrreicher, geschichtsträchtiger Wanderweg von ca. 13 km Länge


Die Gegenden um Neuhaus und Krottensee gehören zu den geologisch interessantesten Regionen in der Hersbrucker Schweiz. Der kurz unterhalb der Pegnitzbrücke in Neuhaus beginnende karstkundliche Wanderpfad ist nicht nur sorgfältig markiert (Grünpunkt); zahlreiche verständlich gefaßte Hinweistafeln erklären dem interessierten Naturfreund, wie die schöne Landschaft der Frankenalb erdgeschichtlich entstanden ist und welche geologischen Besonderheiten man hier antreffen kann.

Von Nürnberg kommend bietet sich eine Fahrt mit der Regionalbahn (R3) nach Neuhaus (Endbahnhof) an. Bereits die Zugfahrt durch das enge Pegnitztal, über Stahlbrücken des Industriezeitalters und durch getunnelte Felswände, ist ein kleines Stück Eisenbahnromantik - besonders im Winter.

Trockental

Beginnend unter der Pegnitzbrücke führt der Wanderpfad zunächst an der Pegnitz entlang und mündet dann in ein Trockental. Sehr gut kann man an den Strömungsfugen der Felsformationen den früheren Lauf eines eiszeitlichen Flusses erkennen.

Bald erreicht man die während der Wintermonate nicht zugängliche Distlergrotte, die unseren Vorfahren in der frühen Eisenzeit als Unterkunft diente.

TrockentalBlick zurück ins Trockental

Nach den weiteren Stationen Mysteriengrotte, Schlieraukapelle und Maximiliansgrotte erreicht man eine bizarre Felsformation: die Weissingkuppe, ein sogenanntes Schwammriff.

Eine ausführliche Hinweistafel erklärt die Entstehungsgeschichte derartiger Schwammriffe in urzeitlichen Meeren. Auch auf geologisch gänzlich uninteressierte Besucher machen die tonnenschweren, pilzförmigen Gesteinskolosse durchaus Eindruck.

Weissingkuppe

Auf dem Weg zur Steinernen StadtSteinerne StadtSteinerne Stadt

Das nächste Ziel auf dem karstkundlichen Wanderpfad ist noch eine Idee beeindruckender: die riesigen Steinkolosse der Steinernen Stadt empfangen den staunenden Wanderer.

Es handelt sich dabei um eine Ansammlung gewaltiger Felstürme, die von weitem - ein wenig Phantasie vorausgesetzt - wie Türme und Häuser einer alten Stadt aus Lehm aussehen.

Steinerne StadtSteinerne Stadt

Steinerne Stadt

Es ist schon beeindruckend, zwischen diesen gewaltigen Steinkolossen herumzulaufen und die Schluchten und Spalten zwischen ihnen genauer anzusehen.

Achten Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit auf festes Schuhwerk; Badeschlappen oder Turnschuhe sind auf den Felspfaden des karstkundlichen Wanderpfades überhaupt tabu!

Steinerne StadtSteinerne StadtSteinerne StadtSteinerne Stadt

Hinweis: die auf dem Weg liegenden Grotten sind während der Wintermonate - von November bis März - geschlossen, um die Fledermäuse nicht in ihrer Winterruhe zu stören. Höhlengängern seien deshalb die Sommermonate zur Besichtigung empfohlen.

Auf den nachfolgenden Bildern sehen Sie die Maximiliansgrotte.

Maximiliansgrotte

MaximiliansgrotteMaximiliansgrotte

Maximiliansgrotte

Steil geht es hinab in den Schlund der bekannten Schauhöhle bei Krottensee. Sommer wie Winter beträgt die Temperatur in den unterirdischen Hohlräumen ziemlich konstant 8 º C.

Nebenstehend sehen Sie das sogenannte Windloch; eine Öffnung in der Höhlendecke läßt das Sonnenlicht hereinscheinen und Frischluft einströmen.

MaximiliansgrotteMaximiliansgrotte

In früheren Zeiten wurden die Höhlenführungen noch mit Fackeln durchgeführt. Der schwarze Belag auf den Tropfsteinen ist Ruß aus diesen Zeiten.

MaximiliansgrotteMaximiliansgrotte

Maximiliansgrotte

Leider sind viele der schönen Tropfsteingebilde mit solch einer häßlichen, dichten, schwarzen Rußschicht überzogen.

Die hier aufgehäuften Tierknochen sind Funde aus der Maximiliansgrotte.


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